Zuerst trennen Sie die Bereiche
Das Grundprinzip ist die Trennung. Es gibt einen reinen Bereich. Und es gibt einen unreinen Bereich. Viele sagen dazu schwarz und weiß. Die Grenze dazwischen wird gebaut. Sie ziehen sich um. Sie wechseln die Schuhe. Sie waschen die Hände. Es gibt eine Schleuse. Und niemand geht daran vorbei. Wenn die Grenze verwischt, hilft auch das beste Formular nicht.
Erreger kommen aber nicht nur mit Menschen. Futter und Einstreu sind auch ein Weg. Zum Beispiel, wenn Wildschweine oder Ratten daran kommen. Auch Fahrzeuge und fremde Personen bringen Erreger mit. Für jeden dieser Wege gibt es eine Regel.
Große Betriebe müssen mehr tun als kleine. Ab bestimmten Größen kommen zusätzliche Pflichten dazu. Welche Größe für Sie gilt, steht in der Verordnung. Dieser Beitrag nennt die Zahlen nicht. Denn sie können sich ändern.
- Getrennte Bereiche mit einer Schleuse. Und alle benutzen sie.
- Eine Regel für fremde Personen und fremde Fahrzeuge.
- Futter und Einstreu sicher lagern. Wildschweine und Ratten kommen nicht daran.
- Ratten und Mäuse bekämpfen. Und das aufschreiben.
Warum die Risiko-Bewertung wiederholt wird
Die Risiko-Bewertung ist kein Formular für einmal. Sie geht Ihren Betrieb durch. Sie fragt nach dem Zugang, der Schleuse, der Lagerung, der Reinigung und nach Zukäufen. Daraus kommt eine Einstufung heraus. Rechnen Sie diese Einstufung nicht schön. Denn sie zeigt Ihnen, wo Sie zuerst etwas tun sollten.
Betriebe verändern sich. Dann passt die alte Bewertung nicht mehr. Zum Beispiel bei einem neuen Stall. Oder bei neuem Personal. Machen Sie deshalb eine neue Bewertung. Die alte bleibt dabei stehen. So sieht man den Verlauf. Und genau das will die Behörde sehen.
Tote Tiere sind ein Frühwarn-Zeichen
Wenn plötzlich mehr Tiere sterben, ist das oft das erste Zeichen für eine Seuche. Oft lange vor einem Verdacht. Deshalb zählen Sie die toten Tiere jede Woche. Und nicht erst am Jahres-Ende. Zählen Sie getrennt: Ferkel und ältere Tiere. Denn viele tote Ferkel bedeuten etwas anderes als viele tote Mast-Schweine.
Eine Zahl allein sagt wenig. Wichtig ist der Vergleich. Wie groß ist der Bestand? Und wie war es in den Wochen davor? Zählen Sie außerdem für jede Produktions-Einheit getrennt. Dann sehen Sie auch, wo im Betrieb etwas passiert. Die Behörde erkennt so eine Seuche früher.
Tote Tiere richtig entsorgen und belegen
Tote Tiere gehören zur Tierkörper-Beseitigung. Sie gehören nicht auf den Misthaufen. Und nicht in eine Grube. Die Abholung müssen Sie belegen. Dazu gehört: Wann ist das Tier gestorben? Wann wurde es abgeholt? Welcher Betrieb hat es geholt? Und welche Beleg-Nummer hat die Abholung?
Auch die Lagerung bis zur Abholung ist wichtig. Ein toter Körper darf nicht offen liegen. Sonst kommen Wildschweine daran. Genau das soll die Biosicherheit verhindern. Der Platz für die Abholung liegt deshalb am Rand vom Betrieb. Und das Fahrzeug fährt nicht durch den reinen Bereich.
Was im Ernstfall zählt
Bei einem Verdacht geht alles schnell. Die Behörde fragt nach Ihrem Bestand. Nach den toten Tieren der letzten Wochen. Nach den Tier-Bewegungen. Nach den Besuchern. Und nach Ihrer Risiko-Bewertung. Und zwar sofort. Wer die Unterlagen erst suchen muss, verliert wertvolle Zeit.
Der beste Zeitpunkt für Ordnung ist deshalb jetzt. Also dann, wenn nichts passiert. Schreiben Sie alles gleich bei der Arbeit auf. Dann ist im Ernstfall alles schon fertig. Und Sie legen die Unterlagen vor, bevor jemand lange fragt.
