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Düngemanagement (DüV)

Erfüllen Sie die Düngeverordnung digital – Düngebedarfsermittlung, Sperrfristen, Anlage 5 und Wirtschaftsdünger-Transporte, derzeit mit kuratierten Referenzwerten für das Bundesland Hessen (LLH).

9Funktionen
Grüne App-Fenster über Ackerland mit Güllefass-Traktor: eine Düngebedarfsermittlung je Kultur, eine rot markierte Gebietskarte für Sperrzonen, ein Sperrfristen-Kalenderbalken, eine Nährstoffbilanz-Tabelle und eine Gülletransport-Route auf der Karte.
Funktionen

Düngemanagement (DüV): 9 Funktionen

01

Düngebedarfsermittlung (DBE) — Hessen

Ermitteln Sie den N-, P₂O₅- und K₂O-Bedarf pro Schlag automatisch — auf Basis von Kultur, Ertragsniveau, Vorfrucht, Zwischenfrucht, Bodenart, Nmin-Wert und Humusgehalt. Aktuell auf Basis der LLH-Hessen-Referenzwerte (DBE-Workbook v5.2) inklusive der hessischen Sondernorm, nach der bei P-Bodenwerten über 20 mg P₂O₅/100 g nur noch die Abfuhr gedüngt wird. Nachlieferungen aus organischer Vorjahresdüngung und Kompost der letzten drei Jahre werden gemäß DüV Anlage 3 berücksichtigt. Weitere Bundesländer in Vorbereitung.

02

Düngerkatalog

Pflegen Sie organische und mineralische Dünger mit allen Nährstoffgehalten (Gesamt-N, NH₄-N, P₂O₅, K₂O, MgO, S). Nutzen Sie System-Vorlagen für Gülle, Festmist, Kompost und gängige Mineraldünger wie KAS, Harnstoff und AHL oder erfassen Sie eigene Analysen — der anrechenbare N-Anteil wird automatisch nach DüV-Mindestanrechnung berechnet. Bei Ihren eigenen Düngern hinterlegen Sie außerdem die Barcodes der Gebinde, damit ein Scan den Dünger öffnet.

03

N-Plan & Sperrfristen

Planen Sie mehrere Düngergaben pro Schlag mit Datum, Aufwandmenge und Einheit. Die zugeführten N-, P₂O₅- und K₂O-Mengen werden automatisch berechnet und gegen den Bedarf gerechnet. Bei der Eingabe zeigt FarmManager Hinweise und sperrt nichts – eine Warnung unter dem Datum, wenn die Gabe in eine Stickstoff-Sperrfrist fällt, eine Warnung zum Gewässerabstand nach § 5 DüV, wenn der Schlag an ein erfasstes Gewässer grenzt, den betriebsweiten 170-kg-Status der organischen Düngung und einen Hinweis, wenn eine Gabe später dokumentiert wurde, als § 10 DüV es vorsieht („Dokumentiert am“). Die Sperrfristen der Düngeverordnung erscheinen außerdem als allgemeine Markierung im Team-Kalender. Ob eine Sperrfrist für den einzelnen Schlag gilt, unterscheiden Warnung und Kalender nicht.

04

Anlage 5 (Jahresbilanz)

Erzeugen Sie auf Knopfdruck die schlagbezogene Jahresbilanz nach DüV § 10 (Anlage 5). Bedarf, eingesetzte Mengen, Saldo sowie der 170-kg-Kontrollwert aus organischer Düngung werden druckfertig zur Abgabefrist 31. März bereitgestellt; die Bilanz ersetzt nicht die schlagbezogene Dokumentation nach § 10 Abs. 1 DüV. Im Export-Menü der DBE-Pläne laden Sie außerdem die hashverkettete Änderungshistorie von Plänen, Schlagbedarfen und Ausbringungen – auch gelöschter Einträge – als JSON-Archiv herunter, das Sie für die Aufbewahrung nach § 10 Abs. 3 DüV ablegen können.

05

Wetterprotokoll zur Maßnahme

Halten Sie zu jeder Maßnahme — insbesondere zu Düngeausbringungen — Temperatur, Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit, Niederschlag und allgemeine Wetterlage fest. Das Wetterprotokoll wird gemeinsam mit der Maßnahme gespeichert und zeigt später, unter welchen Bedingungen gearbeitet wurde; die Werte tragen Sie selbst ein, eine rechtliche Prüfung findet nicht statt. Es gehört zu jeder Feldarbeit und steht in jedem Tarif zur Verfügung, schon ab Lite.

06

Gülletransport

Erfassen Sie Abgabe und Aufnahme von Wirtschaftsdünger – Gülle, Festmist, Jauche, Gärrest, Geflügelkot, Kompost – mit Menge in t oder m³, Stickstoff- und Phosphatgehalt in kg, Betriebsnummer und Name von Herkunfts- und Empfängerbetrieb, Beförderer und Belegnummer; Transporte über eine Bundeslandgrenze kennzeichnen Sie als länderübergreifend. Jeder Transport trägt den Status „Erfasst“ oder „Gemeldet“ mit Meldedatum. Ob ein Transport meldepflichtig ist, leitet FarmManager aus Menge und Grenzübertritt ab; bleibt die Meldung über die Frist hinaus offen, markiert FarmManager den Transport mit „Meldung offen“ und erinnert daran. Die Meldung selbst reichen Sie ein; für Ihre WDüngV-Meldung exportieren Sie die Transporte als CSV. Kennzahlen zu Stickstoff und Phosphat im Jahr, die Verteilung nach Richtung und eine Prognose der Transportmengen kommen dazu.

07

Anlagenkataster nach WHG §§ 62/63 mit automatischer Klassifikation

Erfassen Sie alle ortsfesten Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen: JGS-Anlagen (Jauche/Gülle/Silage), Heizöl-/Dieseltanks, Biogas-/Gärrestlager sowie PSM- und Düngemittellager – mit Stoff/Medium, Volumen (m³ oder l), Bauweise (ober-/unterirdisch), Wandaufbau, Leckageerkennung und Lage in Wasserschutzgebiet (Zone I–III) oder Überschwemmungsgebiet (HQ100). Aus Volumen und Wassergefährdungsklasse (WGK 1/2/3) leitet die Software die Gefährdungsstufe A–D nach § 39 ab; für allgemein wassergefährdende Stoffe wie Gülle (AWG) gibt es keine Stufe. Anzeigepflicht (§ 40) und Prüfpflicht (§ 46) zeigt das Formular als informativen Hinweis samt empfohlenem Prüfintervall; für Heizöl/Diesel gelten die gesonderten Schwellen 10 m³ bzw. 1 m³ im Schutzgebiet. Je Anlage halten Sie die Sachverständigenprüfung mit Sachverständigem oder Fachfirma, das Anzeigedatum nach § 40 und im Reiter Eigenüberwachung jede Kontrolle nach § 55 mit Befund und Mängeln fest. Den nächsten Prüftermin und die nächste Eigenüberwachung berechnet FarmManager aus den Intervallen, erinnert an fällige Prüfungen und zeigt in einer Prognose, welche Sachverständigenprüfungen in den nächsten zwölf Monaten anstehen. Rein informativ – den amtlichen AwSV-Text und das Landesrecht prüfen Sie weiterhin selbst.

08

Lagerkapazitäts-Nachweis nach § 12 DüV

Der Nachweis stellt je Aggregatzustand (flüssig / fest) den hochgerechneten Lagerbedarf (Soll) der vorhandenen nutzbaren Kapazität (Ist) gegenüber und zeigt das Ergebnis als Ampel mit Fortschrittsbalken. Die Pflicht-Lagerdauer wird dabei automatisch angesetzt – flüssige Wirtschaftsdünger mit mindestens 6 Monaten, erhöht auf 9 Monate bei einer Viehdichte über 3,0 GV/ha oder wenn keine eigene Aufbringungsfläche vorhanden ist; Festmist und Kompost mit 2 Monaten. Die Begründung (Standard / hohe Viehdichte / keine eigene Fläche) wird unter der Berechnungsgrundlage ausgewiesen. Fehlt Lagerraum, wird das Defizit rot ausgewiesen samt Hinweis, wie viele m³ bzw. t fehlen. Den Gülleanfall setzt FarmManager als Richtwert für Rinder und Schweine an; für andere Tierarten und für Festmist tragen Sie den Anfall in den Güllelager-Einstellungen ein, wo sich auch die Lagerdauer (1 bis 24 Monate) und die Angabe „keine eigene Aufbringungsfläche“ anpassen lassen. Rein informativ – ohne Gewähr, ersetzt keine behördliche Prüfung.

09

Alle Behälter in einer 3D-Ansicht

Silos, Fahrsilos und Tanks aus dem Lager erscheinen mit Füllstand und Mindestbestand-Markierung, dazu die getankten Liter der letzten 12 Monate aufgeteilt nach Lager und extern. Je Güllelager-Anlage stellt der Balken den Lagerbedarf nach Paragraf 12 DüV (erforderliche Lagerdauer in Monaten) gegen die vorhandene Kapazität dar; rot bedeutet ein Defizit im Kapazitätsnachweis. Silos, Fahrsilos und Tanks gibt es ab Pro, die Güllelager-Balken ab Basic.

Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen

Schnelle Antworten auf die Fragen, die Höfe zu diesem Modul am häufigsten stellen.

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