Module

Flächenmanagement

Verwalten Sie Ihre Flächen mit Karten. Feldarbeiten, Bodenproben mit Nmin und das Verzeichnis der Landschaftselemente finden Sie in einem Modul.

17Funktionen
App-Fenster über einem Flicken-Teppich aus Feldern. Eine Luftbild-Karte mit farbigen Zonen und Orts-Markern, Luftbilder von Äckern mit Diagrammen und eine Tabelle mit Symbolen.
Funktionen

Flächenmanagement: 17 Funktionen

01

Polygon-Karten

Erfassen Sie Flächen mit Polygon-Karten. Die Größe in Hektar wird beim Zeichnen automatisch berechnet. Speichern Sie Grenzen, Bodentypen und weitere Informationen.

02

Schlag teilen

Trennen Sie eine Teilfläche von einem Schlag ab. Sie setzen zwei Punkte auf der Karte. FarmManager legt eine gerade Schnittlinie durch beide und zeigt vorab beide Teile mit ihren Hektar. Das größere Stück bleibt der bisherige Schlag mit Name, Verlauf, Aufzeichnungen und Anbauplänen. Das kleinere Stück wird ein neuer, leerer Schlag. Bereits Aufgezeichnetes wird nicht umgehängt, denn es beschreibt, was damals auf dem Schlag geschah. Koppeln, Gewässer und Landschaftselemente, die ganz im abgetrennten Stück liegen, wandern mit. Die Angaben zum Boden aus der Konditionalität werden übernommen. Die FLIK-Zuordnung beider Hälften entfällt. FarmManager lehnt einen Schnitt ab, der nicht genau zwei Teile ergibt, ein Stück unter 0,01 ha erzeugt oder ein geschütztes Landschaftselement durchschneidet. Voraussetzung ist ein gezeichneter Umriss.

03

Koppeln im Schlag

Sie teilen einen Schlag in kleine Koppeln auf. Das machen Sie direkt auf der Karte. Die Koppeln dürfen sich nicht überlappen. Alle Koppeln sehen Sie auf einer Karte. Aus einer Koppel starten Sie einen Weide-Plan.

04

Weg zu Schlag und Koppel finden

Sie starten die Navigation direkt aus einem Schlag oder einer Koppel. Am Computer nutzen Sie einen Karten-Dienst. Am Handy nutzen Sie die Navigations-App Ihres Geräts. Bei einem Schlag setzen Sie die Feldzufahrt auf der Karte. Sie rastet an der Feldumrandung ein. Die Navigation führt dann dorthin und nicht in die Feldmitte. Fehlt der Punkt auf der Karte? Dann bekommen Sie einen Hinweis dazu.

05

Feldaktivitäten

Dokumentieren Sie Arbeiten wie Bewässerung, Düngung oder Ernte. Kosten werden automatisch erfasst. Sie können Maschine, Bediener, bearbeitete Fläche und Arbeitsstunden ergänzen. Vor Ort öffnet „Schlag aus Standort“ ein neues Ereignis mit dem Schlag, auf dem Sie stehen. Dafür liest FarmManager den Standort Ihres Geräts. Der Schlag braucht einen gezeichneten Umriss. Bei Ernte, Mähen, Pressen und Häckseln ist auch die aktuelle Kultur schon eingetragen, wenn Sie Pflanzpläne führen. Bei diesen Ereignissen erfassen Sie die Menge (dt, t, kg, Stück, Ballen oder m³) auch ohne Anbauplan, etwa für Grünlandschnitte. „Einlagern“ bucht die Menge ins Lager (ab Pro).

06

Bodenproben (VDLUFA & Nmin)

Erfassen Sie pro Feld Bodenproben vom Labor – mit Probennummer, Bodenart, pH-Wert, Humusgehalt sowie den Nährstoffwerten Phosphor (P₂O₅), Kalium (K₂O) und Magnesium in mg/100 g nach VDLUFA-Methode. Aus drei Nmin-Schichten (0–30 / 30–60 / 60–90 cm) berechnet das System automatisch den Nmin-Gesamtwert. Eine Probe gilt 6 Jahre lang – das Programm zeigt, welche Proben bald ablaufen oder schon abgelaufen sind. Das Programm erinnert an fällige Nachproben. Diagramme zeigen den Nährstofftrend und die Proben, die in den kommenden 24 Monaten ablaufen. Für die Düngebedarfsermittlung tragen Sie den Nmin-Wert und die Phosphor-Gehaltsklasse (Stufe des Phosphor-Gehalts im Boden) am Eintrag der Düngebedarfsermittlung selbst ein. Sie werden nicht aus der Bodenprobe übernommen.

07

Gewässer & GLÖZ-Pufferstreifen

Erfassen Sie die Gewässer neben jedem Feld – Bach, See, Graben oder Küste – mit Art und Abstand vom Feldrand zum Ufer. Zeichnen Sie die Uferlinie, berechnet FarmManager den Abstand selbst. Das Programm prüft damit automatisch den GLÖZ-4-Pufferstreifen. Ist ein Feld näher am Wasser als der gesetzliche Mindestabstand (3 m), gibt es eine Warnung. Ein erfasstes Gewässer hat immer Vorrang. So bekommen Sie pro Feld ein klares Ergebnis. Aus Abstand und Hangneigung ermittelt FarmManager außerdem den Mindestabstand nach § 5 DüV. Auf ebener Fläche sind das 4 m, bei starker Hangneigung bis zu 10 m. FarmManager markiert Gewässer, deren Abstand darunter liegt. Die Liste lässt sich auf „Nur nicht konforme“ filtern. Ein Diagramm zeigt die Einhaltung.

08

Verzeichnis der Landschaftselemente (GLÖZ 8)

Erfassen Sie Hecken, Baumreihen, Einzelbäume, Feldgehölze, Tümpel, Feuchtgebiete, Feldraine, Gräben, Trockenmauern, Lesesteinwälle und Terrassen direkt auf der Karte. Je nach Typ zeichnen Sie einen Punkt, eine Linie oder eine Fläche. Länge und Fläche berechnet FarmManager aus der Zeichnung. Jedes Element trägt ein Kennzeichen für den Schutz vor Beseitigung. Wird ein Element nach behördlicher Genehmigung entfernt, halten Sie im Verlauf des Elements Datum, Begründung, das Aktenzeichen der Genehmigung und eine Ersatzmaßnahme fest. Auf Schlägen mit Konditionalitäts-Profil erscheinen daraus Befunde zu GLÖZ 8. Das sind das Beseitigungsverbot geschützter Elemente, ein Hinweis auf das Schnittverbot vom 1. März bis 30. September und eine Warnung, wenn ein entferntes Element ohne Aktenzeichen der Genehmigung dokumentiert ist. Aktive, geschützte Elemente zählen in den Anteil nichtproduktiver Fläche am Ackerland. Dieser Anteil steht in der Betriebsübersicht als GLÖZ-8-Ampel. Der Mindestanteil gilt derzeit als freiwillig und wird nur beobachtet.

09

Feldblockkataster (InVeKoS) importieren und abgleichen

Laden Sie das amtliche InVeKoS-Feldblockkataster Ihres Bundeslandes als gezipptes Shapefile oder als GeoJSON hoch. Das Kürzel des Bundeslands ist optional. Geben Sie es nicht an, leitet FarmManager es – wo möglich – aus dem FLIK ab. Den EPSG-Code des Koordinatensystems tragen Sie dagegen selbst ein, wenn die Daten nicht in WGS84 vorliegen. Zum Beispiel 25832 oder 25833 für ETRS89/UTM 32N oder 33N, oder 3857 für Web-Mercator. Bei WGS84 bleibt das Feld leer. Jeder Feldblock wird mit seinem FLIK, dem Bundesland und der amtlichen Fläche in Hektar gespeichert. Jeder Import wird mit Datei, Quelle, Status sowie gelesenen, angelegten und übersprungenen Feldblöcken protokolliert. Mit „Flächen zuordnen“ weisen Sie danach jedem Schlag mit eingezeichnetem Umriss den Feldblock zu, in dem er liegt. Der Schlag übernimmt dessen FLIK. Bereits gesetzte FLIK bleiben ohne Treffer erhalten. Im Abgleich sehen Sie FLIK und amtliche Fläche neben Ihrer gezeichneten Fläche, dazu die Abweichung in Hektar und Prozent. Auf der Karte des Schlags erscheint der Feldblock als Umriss hinter Ihrer Zeichnung. „Amtliche Fläche übernehmen“ ersetzt die gezeichnete Grenze durch den größten zusammenhängenden Teil des Feldblocks. Das passiert erst nach einer Bestätigung, die beide Flächen nennt. Denn eine bewusst kleiner gezeichnete Bearbeitungsfläche geht dabei verloren. Eine Spalte und ein Filter „Herkunft der Geometrie“ unterscheiden gezeichnete, importierte und amtlich übernommene Flächen. Ist das Kataster eingelesen, legen Sie im Dialog „Geodaten importieren“ einzelne Schläge auch direkt über ihren FLIK an – ohne Datei.

10

Flächen aus dem Flächenantrag übernehmen

Sie laden den Geodaten-Export Ihres Flächenantrags hoch – zum Beispiel aus iBALIS, FIONA, ANDI oder ELAN. Die Datei ist ein ZIP mit Shapefile, GeoJSON, KML/KMZ oder GML, bis 50 MB groß. FarmManager erkennt Format und Koordinatensystem selbst. Unterstützt werden ETRS89/UTM 32N und 33N, WGS84 und Web-Mercator. Fehlt eine Angabe in der Datei, zeigt FarmManager seine Annahme dazu an – Sie können sie ändern. Vor dem Speichern zeigt ein Prüf-Schritt jede Fläche einzeln: mit Hektar, FLIK und Nutzung, dazu die Summe aus neuen und schon vorhandenen Flächen. Jede Zeile können Sie einzeln abwählen. Ein zweiter Import legt keine doppelten Flächen an. Erkannte Flächen werden bei Umriss, Größe und FLIK aufgefrischt. Name, Flächentyp, Boden und Notizen bleiben dabei Ihre eigenen Eingaben. Ein Schlag, den eine Straße teilt, wird dabei in mehrere Flächen zerlegt. Das ist ein Datei-Import. Es gibt keine Anmeldung an einem Portal. FarmManager zeigt Ihnen außerdem, welches Portal Ihr Bundesland hat. Und wo Sie dort klicken müssen. Ihr Bundesland ist schon ausgewählt. Das kommt aus der Adresse von Ihrem Betrieb.

11

Flächen für Flächenantrag und Schlagkartei exportieren

Aus der Schlagliste exportieren Sie in jedem Tarif Ihre gezeichneten Schläge als ZIP mit GeoJSON (WGS84) und Shapefile (ETRS89/UTM, Zone 32N oder 33N automatisch gewählt). Je Schlag stehen Name, FLIK, Hektar, Flächentyp und Nutzungskategorie darin. Das ist eine Grundlage für Ihren Flächenantrag. Schläge ohne gezeichneten Umriss werden übersprungen und aufgelistet. Die Schlagkartei (die Aufzeichnungen zu jedem Schlag) geben Sie in jedem Tarif als CSV oder JSON aus. Je Schlag stehen Name, FLIK, Fläche und GLÖZ-Status darin, dazu chronologisch Anbaupläne, Feldarbeiten, Pflanzenschutz-Anwendungen und Düngegaben.

12

Flurstück aus dem Liegenschafts-Kataster

Kennen Sie eine Fläche nur aus dem Pacht-Vertrag? Dann übernehmen Sie sie über Gemarkung, Flur und Zähler. FarmManager fragt damit den amtlichen INSPIRE-Flurstücks-Dienst des Bundeslandes ab. Umriss und amtliches Flächenmaß legt FarmManager dann als Schlag an – ohne Datei und ohne Feldblock-Katalog. Mehrere Treffer zu einem Zähler sind normal. Sie wählen dann selbst aus. Geliefert werden nur Geometrie und Flächenmaß. Keine Eigentümer-Daten und keine Grundbuch-Daten. Zur Auswahl stehen nur Bundesländer mit einem offen abfragbaren Katasterdienst – derzeit Nordrhein-Westfalen.

13

EUDR-Exporte

Für die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) exportieren Sie Ihre Schläge aus der Schlagliste als GeoJSON im Format des EU-Informationssystems. Das Format ist WGS 84, auf sechs Nachkommastellen genau, mit geschlossenen Polygonen, mit Flächenname, Hektar und Erzeugerland (Sie wählen es für jeden Schlag, sonst kommt es aus Ihrer Hofanschrift). Sie laden die Datei in TRACES hoch. Das ist das EU-Informationssystem. Dazu gibt es eine Vorlage für die Sorgfaltserklärung im Datenmodell des EU-Informationssystems. HS-Code, Menge und Unterschrift ergänzen Sie selbst. Für Rinder liefert FarmManager eine Vorlage der EUDR-Erklärung mit Geolokalisierung der Ställe und Weiden. Die Vorlage gibt es in der Schlagliste und in der Tierliste. Je nach Unternehmensgröße ist sie vereinfacht oder eine Sorgfaltserklärung. Die Tiere sind ab Basic enthalten, die Ställe ab Pro. FarmManager übermittelt nichts an das EU-Informationssystem. Sie laden die Dateien selbst hoch und prüfen sie vorher.

14

Flächen als 3D-Geländemodell

Schläge werden maßstabsgetreu als Gelände dargestellt. Die Höhendaten kommen aus dem gespeicherten Cache und bremsen die Ansicht nicht. Kulturart, Landschaftselemente, Gewässer und Bodenproben liegen als zuschaltbare Ebenen über dem Gelände – je nach vorhandenen Daten. Die Flächen lassen sich nach Flächentyp, Kultur, Hangneigung, Düngebedarf oder Bodenstatus einfärben. Gewässer-Bänder zeigen farbig, ob der Mindestabstand eingehalten ist. Koppeln und weidende Herden blenden Sie als weitere Ebenen ein. Welche Ebenen Sie sehen, hängt vom Tarif ab. Die Kultur gibt es in jedem Tarif, den Düngebedarf ab Pro.

15

Spritzfenster je Vorhersagestunde

Jede Stunde der DWD-MOSMIX-Vorhersage wird nach Niederschlag, Wind, Böen und Temperatur als geeignet, grenzwertig oder ungeeignet bewertet – mit Begründung. Das nächste geeignete Fenster sehen Sie auf einen Blick. FarmManager sucht es im gesamten Vorhersagezeitraum des DWD-Modells. Die Stundentabelle zeigt die nächsten 24 Stunden. Die Bewertung liefert Richtwerte ohne Rechtsverbindlichkeit – die Anwendungsbestimmungen der eingesetzten Mittel gelten weiter.

16

Warnhinweise und Krankheits-Prognosen

Die DWD-Vorhersage der nächsten 48 Stunden wird auf Frost, Hitze für Kulturen, Hitzestress für Tiere (THI) und infektionsgünstige Bedingungen zusammengefasst. Ausgewiesen werden unter anderem tiefste Temperatur, Frost- und Hitzestunden, höchster THI-Wert und die längste infektionsgünstige Phase. Dazu kommen Krankheits-Prognosen über 120 Stunden. Sie gelten für Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln (Smith-Perioden, Wetterphasen, in denen die Krankheit besonders wahrscheinlich ist) und für Septoria bei Weizen. Außerdem sehen Sie das aktuell gemessene Wetter der nächstgelegenen DWD-Station. Alles ist eine Beratungshilfe. Es steht für Schläge mit gezeichnetem Umriss bereit.

17

Bodenprofil 3D

Sie sehen jede Bodenprobe als 3D-Bohrkern. Der Boden wird in drei Tiefen geprüft – von 0 bis 30, von 30 bis 60 und von 60 bis 90 Zentimeter. Für jede Tiefe zeigt eine Farbe den Nmin-Wert an – grün, gelb oder rot. Weitere Werte wie pH, Humus sowie P, K und Mg stehen in einem Info-Feld daneben.

Häufige Fragen

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